Die nächste Ausstrahlung von Aktenzeichen XY ungelöst erfolgt am 14. Oktober 2020 im ZDF! Unbedingt einschalten!

Sendung vom 01.10.1999

Aus Aktenzeichen XY ... ungelöst - Wiki
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Sexualmord an Karin H.-K. (Der letzte Spaziergang)

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Bad Homburg
  • Beamter im Studio: Kriminalhauptkommissar Walter Tietze
  • Tatzeit: Ostermontag, 13. April 1998, gegen 17:00 Uhr
  • Tatort: Kronberger Stadtwald
  • Details: arbeitet als Produktmanagerin am Flughafen; herzlich, selbstbewusst, weltoffen; kleiner Streit am Todestag; keine Radtour; geht alleine weg; erst Bus dann mit U-Bahn Richtung Taunus; Zeugin mit Hund "Tipsi" wirkt abwesend beim Spazieren; Viele Leute unterwegs; Täter wird vor dem Mord von mehreren Zeugen gesehen; Leiche wird erst drei Wochen später im Wald entdeckt.
  • Tatverdächtig: vermutlich ein unbekannter Mann
  • Zitate: „Ja muss ich denn hier alles alles alleine regeln? Du, ich bin seit sechs Uhr wach. Ich hab' das Bad geputzt, ich hab' Frühstück gemacht, und du ..., du schläfst!“ / „Katinki was ist los? Bis du mir denn immer noch böse?“ - „Nein, bloß ... manchmal glaub ich, ich muss mal raus. Mir wird das alles zu viel!“ / „Tipsi bleib stehen! Tschuldigung, also sowas. Das macht er sonst nie.“ / „Da griegscht ja Angscht vor dem Kerl! Stell dir vor du bisch da ganz allein im Wald, unna kommt dir so 'n Kerl entgegen.“ - „Einfach unheimlich!“
  • Sprecher: Michael Brennicke
  • Darsteller: Hans Bayer, Peter Raab, Ursula-Maria Rehm (auch Ursula Rehm), Edeltraud Schubert
  • Belohnung: 10.000 DM
  • Bewertung: ***
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Der Fall ist bis heute ungeklärt. Die Kripo Bad Homburg untersuchte mehr als 1000 Hinweise, aber alle liefen ins Leere. Der einzige Hoffnungsschimmer ist die DNA, die der Mörder von Karin H.-K. Hinterlassen hat.

Der letzte Spaziergang: Mordfall Karin H.-K. - FAZ vom 06. August 2006.

Brutaler Raubüberfall auf ukrainischen Geschäftsmann (Stahlrohr mit Beton)

Inhalt

  • Dienststelle: LKA Berlin
  • Beamter im Studio: Kriminaloberrat Harald Chybiak
  • Tattag: Montag, 1. Februar 1999
  • Tatort: Berlin-Wilmersdorf
  • Details: Ukrainer in Berlin aufgewachsen; besitzt mehrere Spielhallen; wertvolle Uhr; Designeranzüge; großes Auto und mehrere Wohnungen; Lift mit Schlüssel; fährt nur mit Schlüssel zur Wohnung; kann manipuliert werden; angeblicher Monteur wegen Inspektion; zwei Wochen Später; kleiner Tresor im Schlafzimmer; kleine Tanja versteckt sich unter dem Bettzeug; kleines Baby beim Kindermädchen; Opfer drei Monate im Koma; zurückgelassenes Tatwerkzeug; mit Beton gefülltes Stahlrohr und Schlaufe aus Schnürsenkel im Studio.
  • Tatverdächtig: Zwei unbekannte Männer
  • Zitate: „Hab ich 's nich jesacht, Chef? Det Ding is hin!“ - „Keene Angst, heute Nachmittag kommt jemand.“
  • Sprecherin: Isolde Thümmler
  • Darsteller: Thomas Cermak, Dmitri Dihovichnij, Uta Rachov (auch Uta Rachow, als Angestellte des Opfers), Marina Weis (auch Marina Weis-Burgaslieva)
  • Besonderheit: Auch die Opfer im FF 2 der Sendung vom 01.07.2020 mit einem Aufzug, der nur mit Schlüssel zur Wohnung fährt.
  • Belohnung: 40.000 DM
  • Bewertung: **
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Mord an Nenad V. (Mauer des Schweigens)

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Frankfurt am Main
  • Beamter im Studio: Kriminaloberkommissar Bernd Wagner
  • Tatzeit: Donnerstag, 18. Februar 1999, gegen 22:45 Uhr
  • Tatort: Frankfurt am Main, Westend, Wolfsgangstraße
  • Details: ein schwarzer BMW mit Solinger Kennzeichen hält in einer Straße im Frankfurter Westend; ein Anwohner sieht Fernsehen, der Mann im BMW telefoniert, als jemand die Fahrertür aufmacht und mit einem Revolver auf den Mann schießt; der Anwohner hört die Schüsse und sieht nach dem Mann; er kann ihn aber mit mehr helfen; kurz danach ist Kripo am Tatort; sie entdecken bei dem Toten unter anderem fünf Handys, Bargeld und seine Papiere; es ist der 39jährige Nenad V.; Deutscher serbischer Abstammung; Ungereimtheiten; die Beamten unterhalten sich dann mit seiner Lebensgefährtin; sie kann nur sagen, das er ein paar Hotels und Wohnungen hatte; "Mauer d. Schweigens"; Polizeisitzung; viele Rätsel um das Umfeld des Toten; die weiteren Ermittlungen ergeben, das V. zwei Tag vor dem Mord im Frankfurter Hilton-Hotel sich mit einer unbekannten Frau getroffen hat; Bier und Blueber; dann verlässt die Frau wütend die Bar; ein weiteres Ereignis ereignet sich am Tatabend; V. hat Besuch von einem Schweizer in seiner Wohnung, als das Telefon klingelt (vielleicht der Mörder); am späten Abend nach dem Besuch bei seinem Vater setzt er sich in BMW und fährt zum Tatort; erneute Polizeibesprechung; dabei eine große Neuigkeit; Nenad V. hat sein Geld mit Drogen verdient; "große Nummer in der Szene"; zuständig ist dann das K 64 der Kripo Frankfurt (Kripo und Zoll spezialisiert auf Organisierte Drogenkriminalität).
  • Tatverdächtig: nicht bekannt
  • Zitate: „Mensch, da hat ja noch sein Handy in der Hand.“ / „Also arm war der ned!“ / „Schon bei den ersten Ermittlungen in diesem Mordfall stößt die Kripo auf Ungereimtheiten.“ / „Die Mauer des Schweigens wird immer höher, je weiter die Beamten ihre Ermittlungen vorantreiben.“ (Sprechertexte Michael Brennicke)
  • Sprecher: Michael Brennicke
  • Darsteller: Gerd Calmar, Robert Flörke, Andreas Jung (bis 1994 Andreas Sportelli), Alexander Osteroth
  • Belohnung: 10.000 DM
  • Bewertung: **
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Die Studiofälle der Sendung:

  • SF 1: Interpol Wien - Fahndung nach George Dan R.: rumänischer Staatsangehöriger; soll Mitglied einer international tätigen Räuberbande sein; steht im Verdacht seit 1994 an fünf Banküberfällen in Österreich beteiligt gewesen zu sein; Beute: rund 5.000.000 Schilling; Bankangestellten wurden mit Maschinenpistolen bedroht und mit Elektroschock-Geräten misshandelt; 32 Jahre alt; aliasname "Florin George V.";
  • SF 2: Kapo Zürich - Fahndung nach sehr gefährlichem Sexualstraftäter: hat seit 1992 mindestens 5 Mädchen im Alter von 10 bis 13 Jahren überfallen und missbraucht hat; Vorgehensweise immer dieselbe; lauerte den Mädchen vor Schulhäusern auf; bedrohte diese mit einem Messer oder einer Pistole; zwang sie zu sexuellen Handlungen; 25-35 Jahre alt; Täter ließ immer seine DNA zurück;
  • SF 3: Kripo München - Betrug mit billigen "Buntedelsteinen": Täterin Rolleta B.; gefälschte Gutachten über die Edelsteine; auf dem ersten Blick kein Betrug erkennbar; sehr gute Fälschung; Schaden von mind. 800.000 DM; eventuell noch viel größere Schadenssumme.


  • SF 4: Kripo Friedberg - Fahndung nach einem 8-jährigen Mädchen: Johanna B. aus Ranstadt-Bobenhausen; seit dem 02. September 1999 verschwunden; vom Spielen nicht zurückgekehrt; dunkler VW Jetta mit HG-Kennzeichen; Fahrrad wird an einer Bank gefunden; Familie sucht noch am Abend nach Johanna; Nachbarsjunge will gesehen haben, wie Johanna sich mit einer Frau unterhielt.

Nachspiel: Am 1. April 2000 findet ein Spaziergänger die Leiche von Johanna B. in einem Wald bei Alsfeld. Im FF 1 der Sendung vom 24.09.2014 wird der Mord an Johanna B. erneut aufgerollt, um neue Hinweise zu Johannas Mörder zu gewinnen. Doch auch ein erneuter Aufruf bei Aktenzeichen XY bringt die Ermittler noch nicht weiter. Die einzige sichere Spur bleibt ein Handballenabdruck am Klebeband, dass an der Leiche der 8-Jährigen gefunden wurde.

Geklärt: Am 25. Oktober 2017 wurde ein 41-jähriger Mann aus Friedrichsdorf im Hochtaunuskreis festgenommen. Thomas Hauburger (Staatsanwaltschaft Gießen): „Ein 41-Jähriger wurde von der Polizei Gießen in Friedrichsdorf festgenommen. Er wurde noch am Abend dem Haftrichter vorgeführt.“ Der ledige und kinderlose Mann ist weitgehend geständig und soll Johanna im Jahr 1999 gefesselt, missbraucht und schließlich getötet haben. Auf seine Spur kam die Polizei durch einen Vorfall im August 2016. Damals war der Tatverdächtige dabei beobachtet worden, wie er eine 14-Jährige in einem Maisfeld fesselte. Umfangreiche Untersuchungen, bei denen auch kinderpornographisches Material bei dem 41-Jährigen sicher gestellt wurde, führten nun auf die Spur des Mannes. Siehe auch: Mord an 8-Jähriger nach 18 Jahren aufgeklärt: Ermittler geben Details bekannt - Focus Online vom 26. Oktober 2017.

Von der Klärung des Falles wird in der Sendung vom 13.12.2017 berichtet.

Der Täter wurde am 19. November 2018 vom Landgericht Gießen zu lebenslanger Haft verurteilt. Die besondere Schwere der Schuld wurde festgestellt. Die Verteidigung des Angeklagten wollen in Revision gehen. Quelle: Lebenslange Haft für Mord an Johanna B. - Hessenschau.de vom 19. November 2018.


  • SF 5: Interpol Wien - Fahndung nach einem unbekannten Betrüger: Überweisungsbetrug; unbekannter 30-40-jähriger Mann; Brillenträger; dunkle Haare; vermutlich österreichischer Staatsbürger; Foto von Überwachungskamera; Schaden über 400.000 Schilling.;
  • SF 6: Kripo Itzehoe - Fahndung nach Kay K.: dringender Verdacht seine Frau ermordet zu haben; am 01. August 1999 wurde die 31-jährige Mandy K. tot in ihrer Wohnung in Hasloh im Landkreis Pinneberg aufgefunden; Tod durch zwei Schüsse; nach Ermittlungen der Kripo fuhr Kay K. nach der Tat mit dem Taxi nach Hamburg; dort verliert sich seine Spur; 28 Jahre alt; Leberflecken im Gesicht;
  • SF 7: Kripo Tübingen - Fahndung nach Marta G.: zahlreiche Betrügereien und Diebstähle; wird inzwischen mit sechs Haftbefehlen gesucht; ihr wird vorgeworfen sich wiederholt in Hotels und Pensionen eingemietet, und dort gezielt Männerbekanntschaften gesucht haben; Gewinn des Vertrauens; verlangte Geld von den Männern, mit welchem sie dann verschwand; offene Rechnungen; 34 Jahre alt; aliasnamen "Margie Schenk" & "Sabrina Kramer";

Geklärt: Marta G. hat sich in Stuttgart selbst der Polizei gestellt. Bekanntgabe durch Sabine in der Sendung vom 31.03.2000.

  • Zeugen-Aufruf: Kripo Münster - Mord an Christina B.: Fall wurde bereits im FF 2 der Sendung vom 11.06.1999 behandelt; Studentin war im Januar 1998 bei Münster ermordet worden; während der XY-Sendung meldete sich ein anonymes Paar, das einen hochinteressanten Hinweis auf einen bisher noch nicht ermittelten Unbekannten gab; Gespräch wurde plötzlich unterbrochen;
  • SF 8: LKA Berlin - Update zur Fahndung nach dem Dieb eines wertvollen Gemäldes: Fall wurde bereits im SF 5 der Sendung vom 27.03.1998 behandelt; Diebstahl eines wertvollen Gemäldes "Schlafendes Mädchen" des Malers Lovis Corinths; war aus einem Berliner Auktionshaus gestohlen worden; Wert: 150.000 Mark; Zeugin meldete sich und gab wertvollen Hinweis; will Mann mit dem gestohlenen Gemälde in Essen gesehen haben; Phantombild; ca. 65 Jahre alt; graue Haare.

Besonderheit: In einem einem Artikel von 1997, ca. drei Wochen nach dem Diebstahl, berichtete der FOCUS, dass das Gemälde aus einer Privatsammlung stammte und bei der Herbstauktion des Berliner Auktionshauses Villa Grisebach versteigert werden sollte. Und 17 Jahre später schrieb der Tagesspiegel in einem Artikel von 2014 erneut davon, dass das Gemälde bei der Herbstauktion im Auktionshaus Villa Grisebach, mit einer Schätzung für 100 000 bis 150 000 Euro, zum Aufruf kommen sollte. Wie es dort wieder hinkam und wer es letztendlich ersteigert hat ist vorerst aber genauso unbekannt wie der Täter des Diebstahls von 1997.
Gierige Exhibitionisten - FOCUS Magazin Nr. 48 vom 24. November 1997; Herbstauktion in der Villa Grisebach - Wenn Olympia träumt - Tagesspiegel vom 22. November 2014.

  • SF 9: Kripo Warendorf - Fahndung nach Alfred W.; Gesuchter soll in den vergangenen Tagen zweimal die Volksbank in Ostbevern-Brock überfallen haben; das letzte Mal am 30. September 1999; 53 Jahre alt; kräftig; bewaffnet; Kennzeichen vermutlich: "MS - AW 988"

Geklärt: Der Gesuchte wurde auf den Fahndungsfoto von einem Schöffen an einem Gericht erkannt. Dieser alarmierte sofort die Polizei und nach einer kurzen Verfolgungsjagd klickten die Handschellen. Alfred W. wurde später zu dreizehneinhalb Jahren Haft verurteilt. Sabine berichtet darüber in der Sendung vom 31.03.2000.
Besonderheit: Nach ihm wurde bereits vor über 30 Jahren im SF 1 der Sendung vom 20.12.1968 schon einmal gesucht. Damals wegen Verdacht des Doppelmordes an seinen Großeltern in Dortmund.

XY Gelöst - der Rückblick

Zwischenergebnisse aus früheren Sendungen:

  • Top-Fahndung der vorherigen Sendung: Es gab sehr viele Hinweise zum Mordversuch in Bern aus der letzten XY-Sendung. Gesucht wird in diesem Zusammenhang der sri-lankische Staatsbürger Ampikaipakan K.-S. Wie die Kripo mitteilt, könnte sich der Gesuchte zur Zeit in Deutschland aufhalten. Die Ermittlungen dauern an.

XY Gelöst:

  • SF 4 der Sendung vom 15.01.1999: Der indische Staatsangehörige Dalbir S. konnte am Frankfurter Flughafen festgenommen werden. Er kam aus Kanada und wollte wieder nach Deutschland einreisen. Gemeinsam mit einem Komplizen soll er einen Landsmann ermordet haben.
  • SF 6 der Sendung vom 26.02.1999: Nach langwierigen Ermittlungen stieß die Kripo Freiburg bei ihrer Suche nach dem mutmaßlichen Millionen-Betrüger Walter D. jetzt endlich auf eine heiße Spur. Mithilfe des mobilen Einsatzkommandos Freiburg konnte der Gesuchte in Oberitalien aufgespürt werden. Dort nahm ihn am 05. September die italienische Polizei schließlich fest.
  • SF 7 der Sendung vom 16.07.1999/Top-Fahndung: In Wien ist der rumänische Staatsangehörige Vasilica I. der Polizei ins Netz gegangen. Er steht im Verdacht, an zahlreichen Einbrüchen beteiligt gewesen zu sein. Ein Hinweis aus der Bevölkerung führte schließlich die Polizei auf die richtige Spur, die Festnahme erfolgte vor wenigen Wochen.
  • SF 5 der Sendung vom 26.02.1999: Interpol Wien versuchte einen unbekannten Bankräuber zu identifizieren. Bald stellte sich heraus, dass es sich um einen tschechischen Staatsbürger handelt. Am 17. September 1999 wurde er unmittelbar nach einem weiteren Überfall in Wien festgenommen.

Bemerkungen

  • Unheimlicher Sprechertext und traurige Musik bei Filmfall 1.

Vorherige Sendung: Sendung vom 03.09.1999

Nächste Sendung: Sendung vom 05.11.1999

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