Die nächste Ausstrahlung von Aktenzeichen XY ungelöst erfolgt am 14. Oktober 2020 im ZDF! Unbedingt einschalten!

Sendung vom 06.04.1979

Aus Aktenzeichen XY ... ungelöst - Wiki
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Filmfälle

Sexualmord an Christiane M. ("Sexualmord an Kiki")

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Hameln
  • Beamter im Studio: Hauptkommissar Schulz
  • Tattag: 27. Juni 1978
  • Details: 15-jährig, interessiert an Rockmusik und Discotheken; wirkt jünger als ihre Altersgenossen; Zoff mit Eltern = öfters bei Schwester übernachten; trampt am Mittag mit großer Selbstverständlichkeit zusammen mit einer Freundin; wird bereits am Abend von der Schwester vermisst; sie wird einen Monat später mit zertrümmerten Schädel am Rande eines Feldweges gefunden; seltsamer Autofahrer am Weserufer; sehr gute Texte von Wolfgang
  • Zitate: „Ihr Interesse gilt, so wie das von Tausenden Gleichaltriger, heißer Musik und effektvollen ausgeleuchteten Diskotheken“. / „Christiane ist auf ihre Art ein konsequenter Mensch, Halbheiten sind nicht ihre Sache. Das heißt, dass sie Schule relativ häufig Schule sein lässt, und wenn ihr die Eltern deswegen Vorhaltungen machen geht sie, konsequenterweise, auch für ein paar Tage gar nicht erst nach Hause, sondern übernachtet irgendwo bei anderen Jugendlichen.“ (Sprechertext Wolfgang) / „Wem es beim Rock'n'Roll zu heiß geworden ist, der kann sich jetzt wieder ein bisschen abkühlen in den Flüssen von Babylon mit Boney M.“ (DJ)
  • Sprecher: Wolfgang Grönebaum
  • Musik: "Pogo Dancing" von Chris Spedding + Vibrators, "Rivers of Babylon" von Boney M., "Baker Street" von Gerry Rafferty
  • Darsteller: Cornelia Bayr (auch Cornelia Korba), Frank Hellmund, Ute Hertz, Marion Kracht ("Diese Drombuschs", "Kiki"), Elke Lay, Holger Petzold (Kripobeamter), Horst A. Reichel, Irmhild Wagner (auch Irmhild Wagner-Reichel)
  • Belohnung: 3.000 DM
  • Bewertung: ***
  • Status: geklärt

Nachspiel

Der Fall wurde 1996 aufgeklärt. Der Täter war ein LKW-Fahrer aus Schweden, der das Opfer als Tramperin mitgenommen hat. Die Polizei kam dem Täter auf die Spur, weil seine Tochter, die ihn damals begleitet hatte, der Polizei von den Vorgängen berichtet hat. Sie konnte nicht mehr mit der Erinnerung leben, dass ihr Vater damals ein Mädchen vergewaltigt und ermordet hat. Die Tochter hat dieses Verbrechen die ganze Zeit beobachtet und miterlebt.

Quelle: Generalanzeiger Stadthagen vom 26. Mai 1995.

Einbruch in Schloß Marienburg (Kunstraub mit Nachspiel)

Inhalt

  • Dienststelle: LKPA Hannover
  • Beamter im Studio: Hauptkommissar Hoffmann
  • Tattag: 19. September 1975
  • Tatort: Schloss Marienburg (Wikipedia)
  • Details: Schlossherr Prinz Ernst August; Polizeikontrolle in Holland; Rückkauf
  • Sprecher: Wolfgang Grönebaum
  • Darsteller: Volker Brandt (Einbrecher), Karl-Heinz Heß (auch Karl-Heinz Hess), Malte Jaeger (Schlossherr Ernst August IV. von Hannover), Jens Scholkmann, Herbert Tennigkeit
  • Belohnung: unbekannt
  • Bewertung: *
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Mit diesem Fall beschäftigte sich später auch ein Untersuchungsausschuss des Niedersächsischen Landtages zum sog. Celler Loch und zur Zusammenarbeit niedersächsischer Behörden mit dem Privatdetektiv Werner M., da dieser den auch in XY dargestellten Rückkauf einiger Teile der Beute organisierte. In dem auch sonst interessanten Bericht des Elften Parlamentarischen Untersuchungsausschusses des Niedersächsischen Landtags (Drucksache 11/4380) vom 18. Oktober 1989 wird der Fall auf den Seiten 198 bis 202 behandelt, wobei gemäß des Untersuchungsauftrags hauptsächlich auf den Rückkauf der Beute eingegangen wird.

Einer der in den Niederlanden kontrollierten Täter verstarb etwa einen Monat nach der Sendung am 08. Mai 1979 bei einem Autounfall. Der andere Täter wurde am 13. Februar 1980 vom Landgericht Oldenburg wegen dieser und anderer Taten zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von fünf Jahren verurteilt. Dem auszugsweise im Bericht des Untersuchungsausschusses abgedruckten Urteil ist zu entnehmen, dass fünf Porzellanfiguren "nach einer Fernsehfahndung mit Hilfe der Versicherungsgesellschaft" an den Geschädigten zurückgegeben werden konnten. Ein Großteil der Beute war aber wohl auch im Februar 1980 immer noch verschwunden. Die von der Polizei vermuteten weiteren Mittäter konnten scheinbar ebenfalls nicht mehr ermittelt werden, jedenfalls waren auch sie im Februar 1980 nach wie vor unbekannt.

Überfall auf Geldtransporter (Millionenraub mit langer Vorbereitung)

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Schwäbisch Gmünd
  • Beamter im Studio: Hauptkommissar Deiber
  • Tattag: 15. Juni 1978 (verjährt 1998) aber trotzdem geklärt
  • Tatort: Rückfront der Kreissparkasse Schwäbisch Gmünd
  • Details: Im Dezember 1976 Golf wegen kleinem Lackschaden in einer Werkstatt in Reutlingen; BMW wegen defekter Bremsen in Werkstatt in Heilbronn; Baugerüste; Golf und BMW aus Werkstatt geklaut; gefälschte Kennzeichen angebracht; Zeuge sieht Täter beim Tatort ausspionieren; besonders hoher Geldbetrag für Banken bei Landeszentralbank abholen; Täter waten mit angeklebten Bärte an der Rückfront der Sparkasse auf den Geldtransporter; Überfall dauert nur wenige Sekunden; fast 1,5 Millionen DM Beute; Zeuge auf Parkplatz; wird durch die beiden Täter im Golf beim Aussteigen gefährdet; die zwei Männer kommen Zeuge verdächtig vor; Täter werden beobachtet; setzen Flucht im BMW fort; stellen Wagen im fast leeren Parkaus ab; falsche Kennzeichen entfernt und blaue Arbeitskleidung im Parkhaus weggeworfen; entkommen unerkannt.
  • Sprecher: Wolfgang Grönebaum
  • Zitat: „Bei uns kommt nix weg. Die Wage stehet Nachts über in dr Halle drin“.
  • Darsteller: Michael Aufhauser, Leo Bardischewski (BMW-Besitzer), Günter Clemens (Golf-Besitzer), Frank Hellmund, Jürgen Schilling, Norbert Steinke
  • Belohnung: 20.000 DM
  • Bewertung: *
  • Status: geklärt

Nachspiel

Der Fall wurde geklärt (1999), nachdem er aber bereits verjährt war. Bei den Tätern handelt es sich um die zwei Haupttäter der Schlecker-Entführung: Willi H. und Herbert J. vgl: Mir war immer alles zu eng - Der Spiegel vom 15. März 1999.

Insgesamt wurden mind. 5 Taten der beiden Täter als Filmfälle bei „Aktenzeichen XY … ungelöst“ ausgestrahlt:

Die Studiofälle der Sendung:

  • SF 1: BPD Innsbruck - Fahndung nach Karl K., Vorwurf Schädigung einer Tiroler Firma um 5,5 Mio. Schilling, gefälschte Unterschriften, als Buchhalter der Firma Konto geplündert, Wohnungsaufgabe in Österreich, er könnte sich in Deutschland oder in der Schweiz aufhalten.

Geklärt: Der Gesuchte konnte nach einem Hinweis in Hamburg festgenommen werden. Dorthin war er untergetaucht und arbeitete in einem Lokal. Bekanntgabe in der Sendung vom 23.04.1982.

  • SF 2: Staatsanwaltschaft Basel-Stadt - Blitzeinbrüche mit Auto in Juweliergeschäfte, Türe zertrümmern und Beute zusammenraffen, rabiater Täter verliert goldfarbene Uhr "Baume & Mercer", Uhrmacher werden nach Reparaturzeichen gefragt.
  • SF 3: Polizeidirektion Coburg - Fahndung nach Manfred W., er steht unter dringendem Tatverdacht, seine Tante ermordet zu haben, Neffe war Untermieter, lückenhaftes Gebiss und auffällige Daumenkuppe, er hat sich vermutlich nach Österreich oder in die Schweiz abgesetzt.

Geklärt: Der Gesuchte wurde am Abend der Sendung in Mainz festgenommen. Er befand sich bei einem Bekannten, der von dem schweren Verdacht nichts wusste, erst in XY von der Fahndung erfuhr und die Polizei verständigte. Bekanntgabe in der Folgesendung.

  • SF 4: Kripo Frankfurt - Fahndung nach Mordverdächtigem Drogenhändler Cengiz B, in Rauschgiftszene "der große Cengiz" genannt, Opfer ein jordanischer Drogenhändler, weiterer Vorwurf Mordversuch an Landsmann, Dolmetscher für türkische Hinweisgeber.
  • SF 5: Kripo Flensburg - Fahndung nach Diddo S., Betrügereien seit mehreren Jahren, ändert laufend sein Aussehen, falsche Rentabilitätsberechnungen im Automatenhandel, teilweise große Schadensummen, oft auch in Begleitung von Frau und zwei Kindern.
  • SF 6: Kripo München - Unbekannter Bankräuber, Täter von automatischer Kamera fotografiert, sprach akzentfreies Deutsch, Oberlippenbart, auffällige Metallknöpfe auf Schulterklappen und an Ärmel, mehrfach geschwungener Goller am Mantelrücken, Bankräuber ist wahrscheinlich noch bewaffnet.

XY Gelöst - der Rückblick

Zwischenergebnisse aus früheren Sendungen:

  • SF 2 der vorherigen Sendung: Der wegen Verdacht des Betrugs und Unterschlagung in Österreich gesuchte Klaus Dieter S. ist noch immer auf der Flucht. Es ist auch nach den Zuschauerhinweisen völlig offen, wo er sich auffhält. Sein Fahndungsfoto wird erneut gezeigt.

XY Gelöst:

  • SF 3 der vorherigen Sendung: Der von mehreren Staatsanwaltschaften wegen Betrugs und Urkundenfälschung gesuchte Wolfgang J. hielt sich während der Sendung in Heidelberg auf und konnte dort festgenommen werden.
  • SF 4 der vorherigen Sendung: Die sogenannte "Euro-Mutti" Petra L. konnte unmittelbar nach der Sendung München festgenommen werden. Die Zuschauerhinweise ergaben, dass sie sich dort unter falschem Namen aufhielt. Auch drei weitere Mittäter von ihr wurden in Köln, Dortmund und noch einmal München verhaftet.
  • Außerdem berichtet Ede von der Festnahme eines unbekannten Bankräubers, der in Essen von der automatischen Kamera fotografiert wurde und in Aachen vor seiner Haustür festgenommen werden konnte. Er kam gerade bewaffnet von einem geplanten, aber dann doch nicht ausgeführten weiteren Überfall nach Hause. Dieser Studiofall war evtl. in der Spätausgabe der vorherigen Sendung (?), nachdem dort Ede am Schluss der Hauptsendung von einer weiteren Fahndung sprach, die aus Zeitmangel erst in der Spätausgabe ausgestrahlt werden kann.
  • SF 3 der Sendung vom 01.12.1978: Fritz M. hatte sich, wie von der Kripo vermutet, nach Deutschland abgesetzt und stellte sich am Deutsch-Schweizer Grenzübergang der Polizei. ihm werden zahlreiche Betrugsdelikte bei Wertpapiergeschäften und Veruntreuung von wertvollem Schmuck zur Last gelegt.

Erste Erkenntnisse (Zuschauerreaktionen in der Spätausgabe)

Filmfälle:

  • FF 1: Sexualmord an Christiane M.; Hinweise zu verschiedenen möglichen Fahrzeugen am Weserufer; ein Zuschauer hat ein Mädchen gesehen, das in einen LKW eingestiegen ist; es soll ähnlich wie "Kiki" ausgesehen haben; da er auch eine Personenbeschreibung des LKW-Fahrers geben konnte, das Gespräch dann aber abgebrochen wurde, wird der Zuschauer jetzt von Hauptkommissar Schulz gebeten, sich noch einmal zu melden.
  • FF 2: Einbruch und Kunstraub in Schloss Marienburg; ein dem Hauptkommissar Hoffmann bisher unbekannter Anrufer hat Namen der möglichen Täter genannt; gestohlene Porzellanfiguren sind möglicherweise noch im Besitz der Täter; weiterer Ansatzpunkt für neue Ermittlung führt zu einem Antiquitätenhändler in einer norddeutschen Großstadt; anonyme Anruferin mit einigen sehr guten Hinweisen zu Porzellanfiguren möchte vor weiteren Hinweisen vorher erst noch mit ihrem Rechtsanwalt sprechen; Ede und Hauptkommissar Hoffmann hoffen auf ihren erneuten Anruf; ob die Zuschauerin dann nochmal angerufen hat ist aber nicht bekannt.
  • FF 3: Raubüberfall auf Geldtransporter in Schwäbisch Gmünd; sehr viele, auch vielversprechende Hinweise zum Golf und zum BMW der Täter; ein besonders vielversprechender Hinweis zu einem Mann, bei dem eines der Kennzeichen gesehen worden sein soll, wird bereits überprüft; eine Zuschauerin, bei der auch das Gespräch abgebrochen wurde bevor sie ihren Namen nennen konnte, wird von Hauptkommissar Deiber gebeten, sich noch einmal zu melden. Sie will einen BMW ohne Kennzeichen in einer Garage gesehen haben.

Studiofälle:

  • SF 1: Fahndung nach Karl K., Vorwurf Schädigung einer Tiroler Firma um 5,5 Mio. Schilling; soll als Buchhalter der Firma mit gefälschte Unterschriften Konto geplündert haben; Hinweise im Raum Salzburg werden bereits überprüft; möglicherweise wurde er aber auch in Deutschland, in einem Kaufhaus bei Ludwigshafen gesehen und Peter Nidetzky zeigt noch einmal das das Fahndungsfoto des Gesuchten.
  • SF 2: Blitzeinbrüche mit Auto in Juweliergeschäfte, auf Wunsch eines Zuschauers, der sich mit Uhren auskennt, wird die Gehäusenummer "621514" einer vom Täter am 26. November 1978 verlorenen Uhr "Baume & Mercier" noch einmal genannt; da es keine erwähnenswerten Hinweise in der Schweiz gab erwähnt Konrad Toenz die Vermutung, dass die Täter möglicherweise nicht aus dem Sendegebiet stammen.
  • SF 3: Fahndung nach Manfred W., er steht unter dringendem Tatverdacht, seine Großtante ermordet zu haben; ein sehr konkreter Hinweis wird zur Zeit schon überprüft und das Fahndungsfoto des Gesuchten noch einmal gezeigt.
  • SF 4: Fahndung nach Mordverdächtigem Drogenhändler Cengiz B dessen Fahndungsfoto erneut einbekenntet; wenig Hinweise aber dafür einer sehr konkret; möglicherweise Angst vor Aussagen im Milieu; Peter Hohl mit der Zusicherung, dass Hinweise auf Wunsch vertraulich behandelt werden.
  • SF 5: Fahndung nach Diddo S., Verdacht auf mehrjährige Automaten-Betrügereien, durch die Hinweise konnte zum Teil rekonstruiert werden, wo er sich in den letzten Wochen aufgehalten hat; da er laufend sein Aussehen ändert, zeigt Peter Hohl noch einmal zwei Fahndungsfotos; eines zeigt den Gesuchten mit Brille, auf dem anderen Fahndungsfoto ist Diddo S. mit Toupet und Bart zu sehen.
  • SF 6: Fahndung nach unbekanntem Bankräuber, eine Reihe von Hinweisen aus ein und derselben Gegend lassen auf schnelle Identifizierung des Täters hoffen; eine Zuschauerin ist sich ziemlich sicher, ihn erkannt zu haben; das Foto der automatischen Kamera vom Täter mit Oberlippenbart wird auf ihren Wunsch nochmal einblendet.
  • SF 2 der vorherigen Sendung: Der wegen Verdacht des Betrugs und Unterschlagung in Österreich gesuchte Klaus Dieter S. hält sich zur Zeit in möglicherweise einem kleinen Ort in Tirol auf; die Polizei ist zur Überprüfung unterwegs.

Bemerkungen

  • Die erste Sendung, in der Ede die Brille dauerhaft trägt!
  • Filmfall 1: Gute Wolfgang-Texte
  • Weitere Darsteller: Hans-Günther Chabell, Heike Meyer-Berkhout

Vorherige Sendung: Sendung vom 09.02.1979

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