Die nächste Ausstrahlung von Aktenzeichen XY ungelöst erfolgt am 14. Oktober 2020 im ZDF! Unbedingt einschalten!

Sendung vom 10.10.1986

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Filmfälle

Sittlichkeitsverbrechen an Kindern (Vorbeugung)

Inhalt

  • Dienststelle: Kapo Zürich
  • Beamter im Studio: Major Georges Dulex
  • Tattage: (im Film gezeigte Fälle) 10. Januar 1983 / 14. Juni 1985 / 19. Juli 1985 / 06. Dezember 1985
  • Details: erster im Fall im Kanton Zürich; kleines Mädchen ins Auto locken; Kusine und Freundin warten vergeblich; Ahnungslosigkeit des Kindes; Autopanne bringt Täter aus dem Konzept; Mädchen kann weglaufen;
    Fall zwei im Kanton Graubünden; zwei italienische Kinder hüten Kühe der Eltern; Täter sucht angeblich entlaufenes Kalb; Mädchen & Junge folgen mit Fahrrad dem Auto; sexueller Missbrauch im Stall;
    Fall drei ein Monat später wieder Graubünden; Täter täuscht Autopanne vor; sexueller Missbrauch an 13-Jährigem Jungen im Gebüsch;
    Fall vier Kanton Zürich; Jungen wollten Bretterhütte neu aufbauen; Täter behauptet Bretter seinen gestohlen; nimmt Jungen mit in Wald; wieder schweres Sittlichkeitsverbrechen.
  • Tatverdächtig: ein unbekannter Mann
  • Zitate: „Durch das Telefongespräch der beiden Mütter wird sehr schnell klar, das Maya entführt worden ist. Das Kind ahnt von der Gefahr in der es sich befindet jedoch nichts.“ (Sprechertext Isolde Thümmler) / „Kann ich 's Signalement vom Chind, von derer Maya nomal habe, vor allem Kleider? Ja, sechsjährig, brunblond, roti Windjacke, blauer Rock, a bruni Umhängetasche, verstanden!“
  • Sprecherin: Isolde Thümmler
  • Darsteller: Werner Bachofen, Astrid Keller, Daniel Plancherel, Jan Zierold
  • Besonderheiten: Film teilweise in Schweizer Dialekt und untertitelt. Signalement = schweizerisch für kurze Personenbeschreibung
  • Belohnung: - (Vorbeugung)
  • Bewertung: ***
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Raub mit Geiselnahme (Faschingsüberfall)

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Heilbronn
  • Beamter im Studio: Kriminalhauptkommissar Erhard Junghans
  • Tatzeit: 11. Februar 1986
  • Details: Faschingsdienstag; "Würschtle mit Weckle" beim Kinderfasching in Siegelsbach; Zweigstellenleiter einer Bank als Kassierer; bringt die Einnahmen gleich zur Bank; Nachbar wundert sich über fremde Person; Überfall auf den Zweigstellenleiter in der Garage bei Rückkehr; vermeintliche Bombe; Täter nimmt Opfer als Geisel und zwingt ihn, zur Bank zu fahren; Zeugin am Fenster wundert sich zuerst; Täter kennt sich vermutlich in der Bank und in der Gegend aus; erbeutet ca. 90.000 DM; auf befestigtem Feldweg kommen Fluchtfahrzeug Fußgänger entgegen; nach längerer Irrfahrt Freilassung der Geisel; Bankräuber verschwindet mit Auto der Geisel; Zweigstellenleiter wird von Autofahrer mitgenommen; verständigt erst von Zuhause in Siegelsbach die Polizei; Zeugen gesucht.
  • Tatverdächtig: ein unbekannter Mann mit badischem Dialekt
  • Zitate: „Meeeiin Gott, Kind! Des wird doch zu viel. Dir wird no' ganz schlecht von dem ganzen Durcheinander“ / „Siehsch des? Wenn i des zünd', dann fliegt alles in d' Luft!“ Also, leg 's da drübbe hi'!
  • Sprecher: Wolfgang Grönebaum
  • Darsteller: Eberhard Peiker, Frauke Raiser, Andreas Fritz
  • Musik: "Mein Tuut-Tuut" (Leinemann, Instrumental); "Dance little Bird", besser bekannt als Ententanz (Electronica’s)
  • Belohnung: 3.000 DM
  • Bewertung: **
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Einbrüche und Raubmord an Ingrid Z. (Dampfnudel-Bäck)

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Nürnberg
  • Beamter im Studio: Kriminalhauptkommissar Horst Weinmann
  • Tattag: 29. November 1985
  • Details: Zwei Schaufenstereinbrüche bei Berliner Juwelieren; Täter schießt Loch in die Schaufensterscheibe und fischt die Schmuckstücke mit Hilfe eines zurechtgebogenen Drahtes oder einer Fahrradspeiche aus der Auslage; Schüsse aus ausgemusterter Polizeipistole Kal. 7.65; Pistole wurde bei Ausmusterung unbrauchbar gemacht, danach aber offensichtlich wieder schussfähig gemacht; Nürnberg, Café Dampfnudel-Bäck: Geschäftsführerin der Spätschicht wird nach Dienstschluss mit dieser Waffe erschossen, um die Tageseinnahmen zu rauben
  • Sprecher: Wolfgang Grönebaum
  • Darsteller: Reinhard Brock, Bertram Edelmann, Jürgen Emanuel, Hans-Christian Fredersdorf, Sacha Holzheimer, Friederike Schefbeck
  • Belohnung: 15.000 DM
  • Bewertung: ***
  • Status: geklärt

Nachspiel

In der Sendung vom 19.02.1988 wurde gemeldet, dass ein Tatverdächtiger ermittelt und gefasst worden ist. Dieser hat die Tat bestritten, wurde aber dennoch verurteilt. Es gilt bis heute als nicht sicher, ob der richtige im Gefängnis gesessen hat. So iwar es zumindest auf Internetseite über das "Dampfnudelbäck" zu lesen, das es in Nürnberg immer noch gibt.

Ein Artikel vom Berliner Kurier vom 9. November 2006 wiederum behauptet das Klaus-Dieter L. durch die Tatwaffe überführt und somit zurecht als Mörder verurteilt wurde.

Ein weiterer Artikel vom 3. November 2018, Tatort Nürnberg: Der Mörder versteckte sich vor Ladenschluss, berichtet u.a., dass Klaus-Dieter L. am 08. Mai 1990 nach einem langwierigen Indizienprozess mit 24 Verhandlungstagen vor dem Nürnberger Schwurgericht zu lebenslanger Haft verurteilt wurde, im Juni 1992 aus einem Gefängnis in Berlin-Tegel ausbrach, fast ein halbes Jahr später wieder festgenommen wurde und am 15. August 2011 im Alter von 65 Jahren in Berlin gestorben ist.

Quelle: nordbayern.de, Onlinedienst von Nürnberger Nachrichten, Nürnberger Zeitung, Nordbayerische Zeitung

Die Studiofälle der Sendung:

  • SF 1: Kripo Bonn - Wiederholte Fahndung nach Alfred L. - Zahlreiche Raubüberfälle und Ermordung eines Polizisten - Hohe Belohnung: 25 000 DM

Geklärt: Wurde im Dezember 1986 auf Sylt gefasst; Bekanntgabe in der Sendung vom 09.01.1987. Er verstarb im September 2000 in Berlin. Siehe auch Alfred L. Wikipedia

  • SF 2: Interpol Wien - Suche nach unbekannten Polizistenmörder; danach Überfall auf Frau am Prater mit Pistole des Ermordeten (Walther PP 7,65) - Phantombild

Vermutlich geklärt: Es handelt sich hier vermutlich um den Serientäter Johann K., der nach einem Feuergefecht mit der Polizei in Niederösterreich im Jahre 1988 ums Leben kam. Quelle: 'Johann K. Wikipedia'

  • SF 3: Aufnahmestudio Zürich - Suche nach Roger B. nach seinem Überfall auf Berner Postamt am 17. September 1986; Beamten erschossen - Bereits 1979 das gleiche Postamt überfallen; verurteilt zu vier Jahren Haft und danach Gefängnisausbruch; benutzt mehrere Falschnamen und dürfte bewaffnet sein; 8.000 Franken

Geklärt: Der Gesuchte konnte in Frankreich, in der Nähe von Mülhausen (französisch Mulhouse) im Elsass festgenommen werden. Darüber wird in der Sendung vom 03.04.1987 berichtet.

  • SF 4: LKA München - Wirtschaftskriminalität - Suche nach Dr. Wolfgang F.; soll als Vorsitzender einer AG Mitarbeiter angewiesen haben, Schecks an einer nicht vorhanden Baufirma auszustellen; Vorläufiger Schaden: 3 300 000 DM; außerdem Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen weiteren Betrugsdelikten mir einem Schaden zwischen 10 - 15 Millionen Mark; Gesuchter hat sich im November 1985 ins benachbarte Ausland absetzt, ob er sich noch dort oder wo anders aufhält ist nicht bekannt; Belohnung 5.000 DM.
  • SF 5: Kripo Köln - Suche nach Gefängnisausbrecher Dorit B. - Verurteilt zu lebenslanger Haft in 1969; Flucht in 1977
  • SF 6: BKA Wiesbaden - Suche nach Bande - Blitzeinbrüche in Läden mit gestohlenen Fahrzeugen (Radio und Fernsehgeschäfte sowie Juweliere) - Außerdem große Anzahl von bewaffneten Überfällen auf Banken und Sparkassen - Fotos von Überwachungskameras und den gebrauchten Autos

XY Gelöst - der Rückblick

Zwischenergebnisse aus früheren Sendungen:

  • FF 1 der vorherigen Sendung: Nach dem Raubmord an Gertrut St. verfolgt die die Kölner Kripo zu einem der gestohlenen Schmuckstücke eine Spur. Sie glaubt zu wissen, wo es sich befindet.
  • FF 2 der vorherigen Sendung: Die Hamburger Polizei stellte nach dem von ihr vorbestellen Fall mit der Unterschlagung eines Autos in Bassum und anschließenden Raubüberfällen mit Schusswaffengebrauch in Hagen und Hamburg fest, dass der von den Tätern als Fluchtfahrzeug verwendete blaue Ford Fiesta über längere Zeit an einem bestimmten Ort abgestellt war. Von dort werden jetzt die Ermittlungen fortgesetzt. Wie der Ort heißt, wird nicht erwähnt.
  • FF 3 der vorherigen Sendung: Zu dem Sexualdelikt an zwei Mädchen gab es sehr viele Zuschschauerhinweise, so dass die Überprüfungen zum Zeitpunkt der Sendung noch am laufen sind.
  • SF 1 der vorherigen Sendung: Auch zum Wiener Bankräuber mit dem weißen Hut und den giftgrünen Schuhe kamen so viele Hinweise, dass dass die Überprüfungen noch nicht abgeschlossen sind. Das Foto von der Überwachungskamera wird erneut gezeigt.
  • SF 3 der vorherigen Sendung: Die Kripo Baden-Baden hat von Vladimir M. ein neues Fahndungsfoto. Mit diesem wird er jetzt, unter anderem wegen einer ganzen Serie von Diebstählen in Hotels, erneut gesucht. Statt glatten Haaren trägt der einen Lockenkopf.
  • SF 7 der vorherigen Sendung: Einer der vom LKA München gesuchten Demonstranten bei der Wiederaufarbeitungsanlage Wackersdorf während dem Pfingstwochenende 1986 konnte identifiziert werden. Der 13-jährige Schüler aus Ravensburg wurde von mehreren XY-Zuschauen erkannt. Daraufhin hatte er sich nach der Sendung selbst der Polizei in Biberach an der Riß gestellt. Die Ermittlungen laufen weiter.

XY Gelöst:

  • SF 2 der vorherigen Sendung: Bei einem Ergebnis aus der Schweiz zeigte sich wieder einmal der Vorteil der gleichzeitigen Fahndung in mehreren Ländern. Hans Rudolf H., von der Kantonspolizei St. Gallen gesuchter Trickbetrüger konnte jetzt in Spital am Phyrn in Österreich verhaftet werden nachdem eine Pensionsbesitzerin ihn dort eindeutig erkannt, und sofort die Polizei benachrichtigte. Er hatte sich in Österreich, Frankreich, Spanien und Südtirol mit der Behauptung, sein ganzes Geld sei geraubt worden, von mehreren Schweizer Landsleuten jeweils einige 100 Franken ergaunert.

Erste Erkenntnisse (Zuschauerreaktionen in der Spätausgabe)

Filmfälle:

  • FF 1: Vorbeugung nach Sittlichkeitsverbrechen an Kindern in der Schweiz; wird in der Spätsendung nicht erwähnt; keine Fahndung, keine Hinweise.
  • FF 2: Raub mit Geiselnahme; die Bombenatrappe wird noch einmal gezeigt; zur dieser gab es zwar Hinweise, aber noch keine zu der gesuchten Fußgängergruppe und dem Autofahrer, der das Opfer mitgenommen hatte; bei dem Aluminiumrohr der Bombenatrappe könnte es sich vielleicht um ein Stück von einem Antennenmast handeln.
  • FF 3: Einbrüche und Raubmord an Kellnerin Ingrid Z. in Nürnberg; bisher 25 Hinweise, die meisten zu Personen; ein schwarzer Geldbeutel wurde gefunden; Hinweis auf einen Einbruch, bei dem wie in Berlin auf das Fester eines Juweliergeschäfts geschossen wurde.

Studiofälle:

  • SF 1: Nach der wiederholten Fahndung nach Alfred L. bislang keine konkreten Hinweise.
  • SF 2: Fahndung nach unbekannten Polizistenmörder; danach Überfall auf Frau mit Dienstpistole des Ermordeten; Über 80 Hinweise, davon sehr viele zum Phantombild, das erneut eingeblendet wird.
  • SF 3: Fahndung nach nach Roger B; Beamten erschossen bei Überfall auf Berner Postamt am 17. September 1986; Hinweise, dass er sich noch in der Schweiz, bzw. im Sendegebiet aufhalten könnte.
  • SF 4: Fahndung nach nach Dr. Wolfgang F.; nichts Konkretes in Deutschland, aber ein recht konkreter Hinweis in der Schweiz.
  • SF 5: Fahndung nach Gefängnisausbrecher Dorit B.; Verurteilt zu lebenslanger Haft in 1969; Flucht in 1977; siehe SF 1.
  • SF 6: Fahndung nach Einbrecherbande nach Blitzeinbrüche in Radio- und Fernsehgeschäfte sowie Juweliere und bewaffneten Überfällen auf Banken und Sparkassen; die Fotos von Überwachungskameras und den Fluchtautos werden erneut gezeigt; mehrere Hinweise zu den drei VW Golf werden zur Zeit überprüft; das Kennzeichen eines der Autos ist heute wieder an einem anderen Fahrzeug legal im Verkehr; die Herkunft der Pullover der Täter ist noch nicht geklärt.

Bemerkungen

  • Filmfall 1 ist eher ein Vorbeuge- Film. Danach spricht der schweizer Studiokommissar in Hochdeutsch die Kinder persönlich an und er gibt auch heute noch aktuelle Hinweise für die Vorbeugung.
  • Spannungsmusik in Filmfall 2.
  • Weitere Darsteller: Diana Bula, Pierre Castell, Markus Grando, Giancarlo Stasi, Sandra Weber, Jan Zierold

Vorherige Sendung: Sendung vom 12.09.1986

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